Das Netzwerk Dresden Nord und das Projekt „Gemeinsam Verantwortung tragen“

von Petra Schweizer-Strobel

Ein Stadtteil – viele Interessen

Der Dresdner Norden ist kein homogener Teil der Stadt, sondern ein Konglomerat von einzelnen Stadtteilen und Ortschaften mit zum Teil dörflichem Charakter. Hier ist durch die Öffnung der Stadtteilrunde Nord – eigentlich ein Gremium der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe – für andere Institutionen und Vereine und im Kontext eines großen Bürgerbeteiligungsworkshops 2017 ein Netzwerk entstanden, das in den drei Jahren seines Bestehens bereits viel bewegt hat und stetig weiter wächst. Um möglichst viele Menschen in den Gestaltungsprozess miteinbeziehen zu können, hat die Aktion Zivilcourage e. V. gemeinsam mit dem Netzwerk einen Projektantrag beim Förderfonds Demokratie gestellt und unterstützt es bei der Durchführung seiner Bürgerbeteiligungsaktionen mit Rat und Tat.

Das Konzept des Netzwerks: Fokussierte Detailarbeit in verschiedenen AGs

Die im Rahmen eines ersten großen Bürgerbeteiligungsworkshops entstandenen Arbeitsgruppen des Netzwerks – zunächst die AG Bildung, AG Beteiligung, AG Freizeit und AG Öffentlichkeitsarbeit  – und die später hinzugekommene AG nachhaltig mobil treffen sich jeweils ca. einmal im Monat und besprechen die aktuelle Situation im Stadtteil, erarbeiten neue Projekte und organisieren ihre Realisierung. Eine AG Senioren wird gerade gegründet.

Vernetzung und Synergien

Zweimal im Jahr finden Vernetzungstreffen statt, bei denen die AGs einander ihre aktuellen Vorhaben vorstellen, Synergien ausgelotet und neue Ideen entwickelt werden sowie an der Bewältigung von Hürden bei der Umsetzung gearbeitet wird. Aber auch zwischen den Treffen stehen die AGs durch den Austausch der Sitzungsprotokolle in regelmäßigem Austausch.

Viele große und kleine Bürgerbeteiligungsaktionen

Ständiges Anliegen des Netzwerkes ist es, möglichst viele Menschen aus dem Dresdner Norden an der Gestaltung des Dresdner Nordens zu beteiligen. Dies geschieht durch verschiedene Bürgerbeteiligungsformate – von großen Beteiligungsworkshops über Bürger-Politiker-Dialoge bis hin zu vielen andere Beteiligungsaktionen an unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Kontexten. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen mit ihren verschiedenen Bedürfnissen und Anliegen im Netzwerk eine Stimme bekommen, um auch bei unterschiedlicher Interessenslage zu einer gemeinsamen Lösung zu finden und ein gutes Miteinander zu ermöglichen.

Das Projekt wird gefördert durch den Förderfonds Demokratie und das Bistum Dresden-Meißen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.