Zebrastreifen erwünscht!

von der AG nachhaltig mobil im Dresdner Norden

Die „AG nachhaltig mobil im Dresdner Norden“ setzt sich für einen Wandel in der Verkehrsnutzung im Stadtbezirk Klotzsche ein. Die Sicherheit von Fußgängern und Fahrradfahrern ist eins der zentralen Themen der Arbeitsgruppe.

Der Knotenpunkt am Klotzscher Marktplatz bzw. dem Kreuzungsbereich Karl-Marx-/ Flughafen-/ Boltenhagener Straße bis zur Hermann-Reichelt-Straße wird von vier Buslinien befahren und hat eine hohe Um- und Einsteigefrequenz. Die Boltenhagener Straße wird täglich von bis zu 12.600 Kraftfahrzeugen befahren. Während des Berufsverkehrs ist es trotz Verkehrsinsel zwischen Ahlbecker und Travemünder Straße sehr problematisch die Straße zu überqueren. Gerade für Eltern mit Kindern und Personen mit eingeschränkter Mobilität führt die Kombination aus zwei Ein- und Ausfahrten großer Parkplätze, zwei Bushaltestellen und direkt benachbarten Querstraßen zu Verunsicherung. An dieser Stelle wird mehr Gleichberechtigung unter den Verkehrsteilnehmern benötigt. Die „AG nachhaltig mobil“ fordert daher Tempo 30 für einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich zwischen Frida-Konsum und Einmündung Travemünder Straße, sowie ein Zebrastreifen an der Verkehrsinsel. Am 13. Dezember (15:30 Uhr) geleiten einige Mitglieder der AG in Zebrakostümen Passanten während der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit über die viel befahrene Boltenhagener Straße, um auf diese Forderungen aufmerksam zu machen. Eine entsprechende Versammlung wurde angemeldet.

Es gibt bereits einen neuen Zebrastreifen auf dieser Straße, am Königswaldplatz. Die notwendigen Tiefbau- und Markierungsarbeiten wurden in nur zehn Tagen abgeschlossen und die Baukosten betrugen rund 9 000 Euro. Sie sind also viel günstiger zu bauen und zu betreiben als Ampeln. Die Grundlage für die Errichtung des Fußgängerüberweges an dieser Stelle ist der Stadtratsbeschluss A0404/18 vom September 2018, seitdem in Dresden wieder verstärkt auf Zebrastreifen gesetzt wird. Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain: „Zebrastreifen sollen vor allem dort zum Einsatz kommen, wo Fußgänger auch ohne Ampeln sicher eine Straße überqueren können. Sie bieten eine eindeutige, sehr fußgängerfreundliche Vorrangregelung und zumeist kürzere Wartezeiten gegenüber lichtsignalgeregelten Übergängen.“

 

2 Comments

  1. Der Übergang mit Mittelinsel für Fußgänger auf der Boltenhagener Straße am Kik-Markt hat sich gut bewährt. Ebenso der an der 82. Grundschule Casparistraße. Es sollte davon weitere geben.
    Leider werden die Radfahrer in Klotzsche allgemein benachteiligt. Diese Situation bedarf einer Verbesserung. Üblicherweise haben Parkplätze getrennte Ein- und Ausfahrten. Siehe Lidl an der K.-M.-Straße. Das sollte auch am Klotzscher Marktplatz entsprechend umgebaut werden. Der Briefkasten der DP sollte aus der Einfahrt des Marktplatzes an eine ungefährliche Stelle verlegt werden. Ein Tiket-Automat der DVB wird hier ebenfalls dringend benötigt. Der über die Boltenhagener Straße ragende Ast an der Bushaltestelle der Linie 70 stellt eine Gefahr dar und sollte beseitigt werden bevor etwas passiert.

  2. Natürlich kann durch Aufbringung eines Zebrastreifens am Fußgängerübergang die Verkehrssituation noch verbessert werden, indem dort die Raser dadurch hoffentlich zu einer vernünftigen Fahrweise bewegt werden. Das wird vermutlich auch schon durch die Einrichtung einer 30er Zone zwischen Frida-Markt und Einmündung der Travemünder Straße erreicht. Gut wäre auch die Installation einer elektronischen Leuchttafel in beiden Richtungen, auf der dem Fahrzeuglenker die momentan gefahrene Geschwindigkeit angezeigt wird. Solche Leuchttafeln sieht man oft in anderen bundesdeutschen Städten, wo sie sich längst bewährt haben. Warum nicht auch in unseren Breiten?

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